Schulhühnerdienst - Johann-Peter-Hebel-Realschule Waghäusel

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AG Hühnerdienst
Ein lebendiges Projekt: Hühner an der Johann-Peter-Hebel-Realschule

Aus einer spontanen Idee wurde ein langfristiges Schülerprojekt.


Begonnen hat alles mit dem Gedanken, den unbelebten Innenhof der Realschule in Waghäusel lebendiger zu gestalten. So wurden im Jahr 2008 vier junge Hühner mit einem einfachen Unterstand in das Atrium des Schulgebäudes gesetzt. Was konnte lebendiger sein als wirkliche Lebewesen? Schon bald entwickelte sich aus diesem zaghaften Beginn eine wahre Erfolgsgeschichte. Ein Hahn kam hinzu, weitere Hühner verschiedener Rassen folgten, eine Gartenhütte wurde gebaut und dank einer Spende eines begeisterten Vaters kann die Projektgruppe mittlerweile auch noch einen vollautomatischen Brutapparat ihr Eigen nennen. Doch das eigentlich Faszinierende an der Geschichte sind die Schüler, welche seit den zaghaften Anfängen dieses Unternehmen begleiten und ermöglichen. Fast unbemerkt und schrittweise hat sich ein Schülerprojekt entwickelt, welches diesen Namen auch wirklich verdient. Begonnen hat es damit, dass einige Schüler und Schülerinnen aus der sechsten Klasse die Pflege und Betreuung der Hühner während der großen Pause übernahmen. Man einigte sich rasch darauf, die Eier im Lehrerkollegium zum Verkauf anzubieten und mit diesem Erlös das Hühnerfutter teilweise zu finanzieren. Schnell war auch die Nachfolge des Hühnerdienstes ein Thema. Der aktuelle Hühnerdienst rekrutiert sich seither selbst aus den neuen 5. Klassen. Eine Einarbeitungszeit wurde konzipiert und so können die Fünftklässler, gemeinsam mit dem aktuellen Hühnerdienst, die Verantwortung für das nächste Jahr übernehmen. Die besten und zuverlässigsten Kinder bestimmten die Kinder für das Folgejahr als ihre Nachfolger in eigener Verantwortung. Wohl gemerkt, alles ohne die Vorgabe einer Lehrkraft! Selbstverständlich erfüllt diese Ehre, Hühnerdienst sein zu dürfen, die Kinder mit Stolz und Freude und veranlasst sie jetzt schon seit Jahren, ihren Dienst mit Sorgsamkeit, Tierliebe und Gewissenhaftigkeit auszuüben.

 
Damit die ausgeschiedenen und im „Ruhestand“ befindlichen Schüler und Schülerinnen vergangener Hühnerdienste ihr Wissen und ihre Erfahrung austauschen und weitergeben können, treffen diese sich immer wieder regelmäßig in der großen Pause. Dann können sie ihre gefiederten Lieblinge (die alle natürlich Namen haben) weiterhin sehen und sich mit dem aktuellen Hühnerdienst austauschen.

 
Inzwischen gibt es auch eine Sammeltonne, in der Essensreste aus den Pausen und von zu Hause zum Füttern mitgebracht werden können.
 
Begleitet wird das Projekt von Herrn Bäther, Frau Reiß, Herrn Misch und Frau Cifelli, die sich auch in den Ferien um das Federvieh kümmern und das Futter besorgen. Somit kommt auch noch ein integrativer und generationenumfassender Aspekt hinzu.

 
Mal ehrlich: Was will man mehr von einem Projekt?     
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