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Archiv Schuljahr 2018/2019:

 

Vampire in der Realschule gesichtet
Aufführung des Grusicals „Blutwig und Ludwig“ in Vorbereitung

Eine Schar angsteinflößender Vampire wird in der Johann-Peter-Hebel-Realschule zu sehen und zu erleben sein, voraussichtlich im Juli 2019. Dann gilt Waghäusel als Neu-Transsilvanien, als Zentrale der Zombies, die Knoblauch und Sonnenlicht so fürchten. Finstere Gestalten mit Blutspuren an den Mundwinkeln, mit spitzen Eckzähnen und mit Fledermaus ähnlichen Frisuren treiben ihr Unwesen.
Jetzt schon laufen die Vorbereitungen für die Premiere und die nachfolgenden Termine. In einem Workshop wurden die kleinen und großen Vampire für ihren Auftritt präpariert. Öffentliche Vampirtermine sind nicht so einfach, auch Untote brauchen lebendige Sprechproben und chorgeografische Abstimmungen, um das geplante Musical – oder Grusical? - „Blutwig und Ludwig“ optimal zu präsentieren.
Das packende Stück voller Humor und Spannung studieren derzeit Jugendliche der Realschule ein. Die Leitung haben die beiden Musiklehrer Michael Bender und Jochen Gießer übernommen. Mit dabei ist auch Marcus Rittershofer, der sich für die Dokumentation verantwortlich zeichnet. Um aus dem Musical eine Superaufführung zu machen, haben die Verantwortlichen mit Prisca Maier-Nieden eine erfahrene Theaterpädagogin und Schauspielerin geholt, die einen Tag lang mit den jungen Darstellern übte und ihnen ein paar Kniffe beibrachte.


Erwartungsgemäß treten in diesem packenden Musical voller Humor und Spannung verschiedene Mitglieder einer Vampirfamilie auf. Zum 30-köpfigen Ensemble gehören Jungs und Mädchen der Klassen 5 bis 10, die das etwa eineinhalbstündige Musical gleich vier Mal im Foyer der Realschule aufführen wollen. „Es gibt eine Art Wohnzimmermusical“, verrät Regisseur Bender. Nicht alle Schüler sind als Schauspieler unterwegs, benötigt werden helfende Hände für Lichttechnik, Kulissenbau oder Maske. „Alles ist in Schülerhand, darauf sind wir stolz“, betonten die betreuenden Lehrer.
Anfang des Schuljahres 2018/19 haben die Vorbereitungen begonnen. Jeden Freitag sind zwei Unterrichtsstunden vorgesehen. Hinzu kommen einzelne Probetage wie jetzt der Workshop. Hierbei wird der letzte Schliff angelegt. Wer könnte das besser als eine Theaterpädagogin? Prisca Maier-Nieden ist Leiterin der Kunstschule Böblingen und spielt selbst in Stuttgart beim „JES“ („Jugend-Ensemble Stuttgart“).


Um was geht’s im Stück? Der junge zartbesaitete Blutwig kann kein Blut sehen und bevorzugt stattdessen alternativen Rote-Beete-Saft. Der saugende Familienrest findet den „Vegetarier“ mehr als peinlich. In ihrer Not sucht Blutwigs Mama erste Hilfe beim großen Psychologen Zuckerzahn, doch der wird nach der ersten Behandlung selbst schwach und greift heimlich zum Saft.
Doch dann kommt die Wendung, als Blutwig den einsamen Schuljungen und Stotterer Ludwig kennenlernt und Freundschaft schließen. Gemeinsam widmen sie sich der Musik. Dabei macht Ludwig eine interessante Entdeckung: „Wenn ich singe, muss ich nicht stottern.“ Doch das interessiert die Vampire weniger, mehr interessieren sie sich für seine Blutgruppe.  
Am Ende des gruseligen Spektakels steht ein Happyend: „Der Rote-Bete-Saft schmeckt fast wie die Blutgruppe A“, stellen die gierigen Bluttrinker fest und zeigen sich schließlich einig, dass jeder das trinken darf, was er mag, denn jeder hat das Recht, anders zu sein.

(Schmidhuber)


Perspektiven mit Parcours und Praxis
Vielseitiges Motivationsprogramm an der Johann-Peter-Hebel-Realschule
Berufsmotivation einmal ganz anders: informativ und nüchtern, aber auch emotional und amüsant. Erst kullern Tränen der Freude, dann fließen einige Tränen der Trauer. Zu erleben ist der ganze Spannungsbogen der Gefühlswelt. Und das an einer Schule - dank Osman Citir. 110 Schüler kichern und kittern, klatschen vor Begeisterung. Keine Ermahnungen gibt es von den Lehrkräften, denn die machen mit.


Wohl selten erleben beide – Pennäler und Pädagogen – so richtiges „Comedy“ an der Johann-Peter-Hebel-Realschule. Zu Gast ist ein Comedian-Star, der mit Witz und Humor, Schlagfertigkeit und Charme, mit Anekdoten und Einblicken in sein Leben die Schüler sozusagen vor der Tür abholt.
Ganz im Sinne der IHK. Die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe als Kooperationspartner tritt nicht mit einem langweiligen „uncoolen“ Vortrag über Berufsfindung, über Motivation, Fleiß und Chancen auf. Sie nimmt jemand mit ins Boot, der es absolut kann, wie ihm die jungen Leute attestieren. Mit unglaublicher Überzeugungskraft motiviert er sie, ihr Leben mit Spaß in die Hand zu nehmen, er macht ihnen Lust auf vieles: durchzustarten, zu lernen und sich frühzeitig um Praktika und Ausbildungsplätze zu kümmern.
An mehreren Schulen im ganzen Land habe sich inzwischen gezeigt, dass das Konzept „Tag der Berufsorientierung“ mit der Comedy- und Motivationsshow ein hervorragender Türöffner bei den Schülern ist, um diese nachhaltig für die Ausbildungs- und Arbeitswelt zu interessieren und sich mit sich selbst und der eigenen Berufswahl auseinanderzusetzen“, betont Powerfrau Annemarie Herzog, Projektleiterin „Wirtschaft macht Schule“ der IHK.


Das Tagesprogramm beinhaltete Workshops, Vorträge und vielfältige Infos – auch Einblicke in die Praxis - durch Unternehmensvertreter, Ausbildungs- und Studienbotschaftern, auch ein Berufsparcours „Entdecke deinen Beruf“ mit den Schul-Kooperationspartnern. Mit dabei waren neben der IHK die „Einstellungsberatung“ der Polizei, die „Karriereplanung“ der Bundeswehr, die SEW Bruchsal/Graben-Neudorf, das Bildungszentrum Gesundheit mit der Pflegefachschule und die seit 1942 in Kirrlach ansässige Großfirma Elektror. Weitere wertvolle Informationen gab es in Vorträgen zu den Modulen „Duale Ausbildung“, „Knigge im Alltag“ und „Ausbildungsalltag“.

(Schmidhuber)

 


Team mit Aussicht auf Pokalgewinn
Realschule geht mit 125 Fünftklässlern ins neue Schuljahr
„Die Realschule ist eine der tragenden Säulen unseres Schulsystems. Sie ist eine bewährte und erfolgreiche Schulart mit einem eigenen, besonderen Profil. Die Realschule bleibt eine leistungsstarke Schule.“ So schreibt die Stuttgarter Kulturministerin Susanne Eisenmann in einem Flyer und gibt damit ihre rundum positive Beurteilung weiter.
Dass die Johann-Peter-Hebel-Realschule Waghäusel weiterhin beliebt und begehrt ist und sich eines unverkennbaren Zuspruchs erfreut, zeigen die Zahlen: Die Schule startet im Schuljahr 2018/19 nicht vierzügig wie im vergangenen Schuljahr, sondern fünfzügig mit 125 neuen Schülerinnen und Schülern. Das heißt, es gibt gleich fünf fünfte Klassen. Im Vergleich mit anderen Schulen, auch Realschulen, ist das ein beachtenswertes Ergebnis.
Bei der Einschulungsfeier war die Freude der Kinder erkennbar, jetzt mit der JPHRS eine weiterführende Schule besuchen zu können, die einen guten Ruf genießt, so das Meinungsbild unter den Eltern in der proppenvollen SSV-Sporthalle.
Mit neugierigen Blicken, voller Vorfreude und vielleicht auch mit einem mulmigen Gefühl im Bauch starteten die Mädchen und Jungen aus dem Einzugsbereich Waghäusel, Graben-Neudorf, Hambrücken, Oberhausen-Rheinhausen, Bruchsal und Neulußheim in eine neue Lebensphase. Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Sechstklässler mit Michael Bender hieß Rektorin Silvia Langhans die neuen Fünftklässler willkommen. Ebenso die Eltern, Großeltern, Geschwister und weiteren Familienangehörigen.


Die Schulleiterin verglich den Schulbeginn mit dem Start einer neuen Fußballmannschaft, die sich zu einem neuen Team zusammengefunden habe. Ohne Training, ohne Mühe, Fleiß und Schweiß gebe es keine Erfolge. Für den Pokalgewinn am Ende der Saison seien entsprechende Vorbereitungen notwendig. Nichts falle in den Schoß.
Zum fast eineinhalbstündigen Programm gehörten gesangliche und instrumentale Beiträge der sechsten Klassen zur Erbauung der neuen Mitschüler, so auch ein kurzweiliger Einblick in den bevorstehenden Englischunterricht.


Alle Realschulanfänger durften dann auf einer großen grünen Tafel ihre Unterschrift leisten und sich dann zu Klassenfotos zusammenstellen. Am Schluss bekamen die Mädchen und Jungs ihre Klassenlehrer zugeteilt und die Unterrichtsräume – zunächst für die erste Unterrichtsstunde - zugewiesen.

(Schmidhuber)