line decor
    
line decor
 
 
 
 
 
 
 

Archiv Schuljahr 2017/2018:

 
 

Berufsorientierung einmal anders Motivationsprogramm an der Hebel-Realschule mit Comedy-Star Osman Citir


Eine einzige Note bei einer Klassenarbeit habe seine Zukunft bestimmt. „Am Schluss meiner Überlegungen stand die Erkenntnis: Ich muss mich zusammenreißen und anstrengen, nur so schaffe ich die höhere Schule“. Nicht ein Lehrer versucht, diese Botschaft zu vermitteln, nicht ein „hauptamtlicher“ Motivator, sondern ein leibhaftiger Comedian. Wenn dieser von seinem Leben erzählt und von seinen Erfahrungen, ist das glaubwürdig und überzeugend. Das macht Eindruck bei den versammelten Schülern.
Comedy in der Schule? Ja, das gibt es – und sogar ganz offiziell. Dabei handelt es sich um einen Auftritt von einem, der wie es heißt, „talentiertesten Newcomer der deutschen Comedy-Szene“ namens Osman Citir, der von der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe gefördert und kräftig unterstützt wird. Als Bilanz stehe fest, dass sich das Konzept „Tag der Berufsorientierung“ mit der Comedy- und Motivationsshow als hervorragender Türöffner bei den Schülern erwiesen habe, um diese nachhaltig für einen guten Schulabschluss und für die Ausbildungs- und Arbeitswelt zu interessieren“, betont Annemarie Herzog, seit Jahren erfolgreiche Projektleiterin „Wirtschaft macht Schule“ der IHK.
Rund 100 Schüler, flankiert von ihren Lehrern, erleben richtiges Comedy an der Waghäuseler Johann-Peter-Hebel-Realschule. Zu Gast ist dort ein Comedian-Star, der mit Witz und Humor, Schlagfertigkeit und Charme, mit Anekdoten und Einblicken in sein Leben die Schüler sozusagen an der Tür abholt. Mal schonungslos offen, mal hintergründig vermittelt er seinen Zuhörern die Botschaft: „Kämpfen, nicht aufgeben. Du kannst es schaffen! Du hast alle Chancen. Aber mach was daraus.“ Dem jungen Familienvater ist Waghäusel nicht unbekannt, er pflegt seit Jahren freundschaftliche Verbindungen zum Integrationsverein.
Die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe als Kooperationspartner tritt nicht mit einem langweiligen „uncoolen“ Vortrag über Berufsfindung, über Motivation, Fleiß und Chancen auf. Sie lässt das jemanden machen, der es viel besser kann. Als Kind türkischer Gastarbeiter, in Deutschland geboren, war er selbst als Jugendlicher ähnlichen Schulproblemen und Ausbildungshürden ausgesetzt, die heute nicht nur den Schülern mit Migrationshintergrund zu schaffen machen.
Das Tagesprogramm beinhaltete Workshops, Vorträge und vielfältige Informationen durch Unternehmensvertreter, Ausbildungs- und Studienbotschaftern, auch ein Berufsparcours „Entdecke deinen Beruf“ mit den Schul-Kooperationspartnern. Zu den „Modulen“ gehörten etwa „Duale Ausbildung“, „Knigge im Alltag“ und „Zauberkunst macht Schule“.

(Schmidhuber)

 


Von einem geheimnisvollen Schädel und einer verbotenen Liebe
Pressekonferenz: 28 Jugendliche der Johann-Peter-Hebel-Realschule präsentieren einen Regionalkrimi/Premiere im Landkreis
In der Stadt Waghäusel mag es so zwei Dutzend Buchautoren geben. Meistens haben sie sich mit der Orts- und Heimatgeschichte beschäftigt oder – wie kürzlich Nora Stabel – sich einen ungewöhnlichen Science-Fiction-Roman ausgedacht. Jetzt sind auf einen Schlag 28 Autoren hinzugekommen, alles Jugendliche der Johann-Peter-Hebel-Realschule, die – eine Premiere im Landkreis - gemeinsam einen Regionalkrimi verfasst haben. In einer Pressekonferenz in der geschichts-trächtigen fürstbischöflichen Eremitage stellten Max Schmitteckert, Mia Juricic, Leo Müller und Mara Fehling das ehrgeizige und schließlich erfolgreiche Projekt vor und präsentierten das druckfrische 194-seitige Exemplar „Der geheimnisvolle Schädel und eine verbotene Liebe“.


Stolz über das gelungene Werk äußerten sich die Begleiter, Betreuer und Unterstützer auf dem siebenmonatigen beschwerlichen Weg von der Idee bis zur Umsetzung: die Schriftstellerin Carola Kupfer, Verleger Wolfgang Schröck-Schmidt, Rektorin Silvia Langhans und Klassenlehrer Michael Binder als Hauptorganisator. „Buch macht Schule – Schule macht Buch“, unter diesem Begriff lief das bislang kreisweit einmalige Buchprojekt. Schüler der Klasse 7 c, alle zwischen zwölf bis 13 Jahre alt, hatten sich entschlossen, schriftstellerisch tätig zu werden, verborgene Talente nach außen zu kehren und sodann das entstehende eigene Buch zu vermarkten.


Ein im Biologieunterricht entdeckter Totenschädel einer jungen Frau mit einer nicht unerheblichen Verletzung, den letztlich die Rechtsmedizin auf die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs datiert, spielt sozusagen die Hauptrolle in dem Regionalkrimi. Abwechselnd haben die Leser mit zwei Zeitebenen zu tun: mit der Gegenwart des Schulalltags, als Kevin und Clara aus der 7 c einem alten Geheimnis auf die Spur kommen wollen, und andererseits mit der Vergangenheit, als 1622 die Mannfeldischen Truppen in das Hochstift Speyer einfallen. Woher stammt die Frau? Was ist die Todesursache? Gefragt war kriminalistischer Spürsinn.
Das uralte Skelettteil ist nicht eine freie Erfindung, der Kopf wird in Rheinhausen aufbewahrt. Somit gab es Stoff genug, um mit viel Fantasie und Kreativität ein höchst spannendes, streckenweise düsteres und dennoch zu Herzen gehendes Taschenbuch zu schreiben. Denn mit eingearbeitet ist eine Liebesgeschichte: Baron Georg aus Hambrücken verliebt sich – standeswidrig - in die Magd Elisabeth. Doch das sollte nicht gut gehen. Plötzlich verschwinden beide auf mysteriöse Weise. Kann es sich um den Schädel der vermissten Elisabeth handeln? 


Das Buch mit eigener ISBN-Nummer wurde in einer Auflage von 800 Exemplaren hergestellt und ist über den Buchhandel zu erwerben, so in der Bücherabteilung des Globus, und auch über Amazon im Internet.
(Schmidhuber)


Freude der Kinder erkennbar
Realschule geht mit 96 Fünftklässlern ins neue Schuljahr
Der mittlere Bildungsabschluss – momentan der am häufigsten abgelegte Abschluss – wird laut der Prognose des Statistischen Landesamts auch im Jahr 2025 seine Spitzenposition unter den Schulabschlüssen behalten. „Diese Erkenntnis bestätigt uns im Vorhaben, die Realschule insgesamt als Schulart zu stärken und ihr pädagogisches Konzept weiterzuentwickeln“, ließ die Kultusministerin Susanne Eisenmann kürzlich wissen.
Wie zur Situation der Schulen zu erfahren ist, bleiben die Realschulen relativ stabil im Schulamtsbezirk. Von einem leichten Trend zum Gymnasium spricht Konrektor Giuseppe Pintaudi. Dass die Johann-Peter-Hebel-Realschule Waghäusel weiterhin beliebt und begehrt ist und sich eines unverkennbaren Zuspruchs erfreut, zeigen die Zahlen: Die Schule startet im Schuljahr 2017/18 vierzügig - mit knapp 100 neuen Schülerinnen und Schülern. Das heißt, es gibt gleich vier fünfte Klassen. Im Vergleich mit anderen Schulen, auch Realschulen, ist das ein beachtenswertes Ergebnis.
Bei der Einschulungsfeier war die Freude der Kinder erkennbar, jetzt eine weiterführende Schule besuchen zu können, die einen guten Ruf genießt, so das Meinungsbild unter den Eltern in der proppevollen SSV-Sporthalle.
Mit neugierigen Blicken, voller Vorfreude und vielleicht auch mit einem mulmigen Gefühl im Bauch starteten die Mädchen und Jungen aus dem Einzugsbereich Waghäusel, Graben-Neudorf, Hambrücken, Oberhausen-Rheinhausen und Philippsburg in eine neue Lebensphase. Nach einer musikalischen Begrüßung durch die Sechstklässler mit Michael Bender hieß Rektorin Silvia Langhans die neuen Fünftklässler willkommen. Ebenso die Eltern und Familienangehörige.


Die Schulleiterin verglich den Schulbeginn mit dem Start auf einer Auto-Rennbahn. Es gelte, immer gut in der Zeit zu liegen, den ehrgeizigen Blick auf die Spitze zu richten, die anfangs fremde Strecke ohne Crash zu schaffen, die Kurven zu bewältigen und verschiedenen Herausforderungen zu meistern. Ohne ausreichendes Training und ohne Mühe gebe es keine Erfolge. Auch ermunterte sie die Neulinge, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen.
Ein Grußwort hielt die Vorsitzende des Fördervereins, Ursel Scheurer, und verteilte Schuljahresplaner. Zum eineinhalbstündigen Programm gehörten gesangliche und instrumentale Beiträge der sechsten Klassen zur Erbauung der neuen Mitschüler, Sketche und Spiele, so das Rucksackspiel („Was muss alles in einem Rucksack des Schullebens berücksichtigt werden?“) oder das aktuelle JPH-Fernsehen mit vielen jungen „Tagesschausprechern“.


Alle Realschulanfänger durften dann auf einer großen grünen Tafel ihre Unterschrift leisten und sich dann zu einem Klassenfoto zusammenstellen. Am Schluss bekamen die Mädchen und Buben ihre Klassenlehrer zugeteilt und die Unterrichtsräume – zunächst für die erste Unterrichtsstunde - zugewiesen.

 

(Schmidhuber)